Wir machen Sach­sen zum Land der Zukunfts­in­dus­trien.

Sach­sen hat sich zu einem leis­tungs­fä­hi­gen Wirt­schafts­stand­ort ent­wi­ckelt. Indus­tri­el­le Leit­bran­chen im Bereich des Maschinen- und Anla­gen­baus, der che­mi­schen Indus­trie, beim Fahr­zeug­bau, der Metall­erzeu­gung und der Mikro­elek­tro­nik sind in ein star­kes Netz klein- und mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men und Betrie­be ein­ge­knüpft. Mehr als zwei Mil­lio­nen Men­schen in Sach­sen sind in der Indus­trie­pro­duk­ti­on und der Zulie­fe­rung, im Hand­werk und im Dienst­leis­tungs­be­reich, in der Kultur- und Krea­tiv­wirt­schaft, in der Sozi­al­wirt­schaft und Wohl­fahrts­pfle­ge, in Han­del, Ver­sor­gung und Ver­kehr sowie im öffent­li­chen Dienst des Lan­des und der Kom­mu­nen beschäf­tigt. Sie alle arbei­ten nicht nur dafür, dass sie und ihre Fami­li­en ein Aus­kom­men haben, son­dern eben­so dar­an, dass der Stand­ort Sach­sen lebt und sich wei­ter­ent­wi­ckelt.

Sach­sens Unter­neh­men und Beschäf­tig­te ste­hen in einem gro­ßen Moder­ni­sie­rungs­pro­zess. Ange­sichts der Her­aus­for­de­run­gen von Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung sowie der Not­wen­dig­keit, bis 2045 kli­ma­neu­tral zu wer­den, ord­nen sich aktu­ell gan­ze Wirtschafts- und Indus­trie­zwei­ge neu. Hier ist die Poli­tik am Zug: Sach­sen ist schon immer ein Indus­trie­land gewe­sen. Wir machen es zum Land der Zukunfts­in­dus­trien. Siche­re Arbeits­plät­ze brau­chen eine robus­te und zukunfts­fä­hi­ge Wirt­schaft.

TSMC, Tes­la, Intel und den Bat­te­rie­her­stel­ler CATL zog es nach Ost­deutsch­land. Bosch, VW, BMW, Por­sche, Infi­ne­on, AMD/Globalfoundries: sie und vie­le mehr inves­tie­ren in Sach­sen. Aus die­sen Inves­ti­tio­nen in neue Tech­no­lo­gien und Pro­duk­ti­ons­mög­lich­kei­ten erge­ben sich rie­si­ge Chan­cen. Des­halb set­zen wir uns für eine rasche Digi­ta­li­sie­rung, den Aus­bau kli­ma­neu­tra­ler Zukunfts­en­er­gien und eine ent­schlos­se­ne För­de­rung inno­va­ti­ver Ideen ein. Damit bie­ten wir tra­di­tio­nel­len und neu­en Indus­trien bes­te Vor­aus­set­zun­gen. Denn nur, wenn wir jetzt anpa­cken, gibt es eine Zukunft „Made in Sax­o­ny“. Der Umbau­pro­zess beim Umstieg auf grü­nen Was­ser­stoff, auf E‑Mobilität oder beim Umbau der Ener­gie­ver­sor­gung wird uns allen noch eini­ges abver­lan­gen. Wir müs­sen hier ehr­lich sein: Er bringt in den nächs­ten Jah­ren auch hohe Kos­ten mit sich, die aber lang­fris­tig zu preis­wer­ter und siche­rer Ener­gie, guten Arbeits­plät­zen und einer bes­se­ren Kli­ma­bi­lanz füh­ren wer­den.

Vie­le Men­schen, auch bei uns in Sach­sen, bli­cken skep­tisch auf die­sen Pro­zess: Man­chen geht der kli­ma­neu­tra­le Umbau zu lang­sam und sie haben Angst vor dem Kip­pen des Welt­kli­mas. Ande­ren geht der Pro­zess zu schnell. Sie sor­gen sich dar­um, ob nach dem Wan­del siche­re und gute Arbeits­plät­ze erhal­ten blei­ben. Bei­de Befürch­tun­gen sind da, und bei­de neh­men wir ernst. Des­halb ist es uns wich­tig, den Wan­del für alle sozi­al ver­träg­lich zu gestal­ten.

Denn die Hän­de in den Schoß zu legen und zu behaup­ten, alles kön­ne so blei­ben, wie es ist, ist die schlech­tes­te Opti­on. Ande­re Regio­nen in der Welt und in Euro­pa war­ten nicht auf Sach­sen. Allein die USA und Chi­na inves­tie­ren Mil­li­ar­den in den kli­ma­neu­tra­len Umbau ihrer Volks­wirt­schaf­ten. Völ­lig neue Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen und Geschäfts­mo­del­le ent­ste­hen, die alte Wirt­schafts­for­men ver­drän­gen. Weil Stand­ort­ent­schei­dun­gen glo­bal agie­ren­der Unter­neh­men immer wie­der neu gefällt wer­den, darf Sach­sen nicht zögern.

Wir müs­sen und wer­den die Chan­cen zur Ver­än­de­rung jetzt ergrei­fen. Wir müs­sen ins Machen kom­men, damit Sach­sen spit­ze bleibt. Gemein­sam gestal­ten wir den Wan­del, mach­bar und gerecht. Wir kön­nen das, hier in Sach­sen. Für eine gute Ent­wick­lung unse­res Lan­des wer­den in die­sem Jahr­zehnt zwei Fak­to­ren ent­schei­dend sein: Inno­va­tio­nen und eine leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur. Wir hal­ten es für enorm wich­tig, dass Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft ihre Ener­gie gemein­sam auf die­se zwei Fak­to­ren rich­ten.

Was wir dafür machen wer­den:

Wir set­zen auch wei­ter­hin auf die För­de­rung von Inno­va­tio­nen und Tech­no­lo­gie­wan­del.

Die welt­weit statt­fin­den­de Umstel­lung der Wirt­schaft auf Kli­ma­neu­tra­li­tät und Nach­hal­tig­keit rückt Inno­va­tio­nen ins Zen­trum jeg­li­cher wirt­schaft­li­cher Tätig­keit. Der bis­her prak­ti­zier­te Ver­brauch fos­si­ler Res­sour­cen für die Pro­duk­ti­on und den Ver­trieb von Waren und Gütern hat mit­tel­fris­tig kei­ne Zukunft mehr. Deutsch­land ist dem Kli­ma­ab­kom­men von Paris ver­pflich­tet. Wir müs­sen die glo­ba­le Erd­er­wär­mung auf mög­lichst 1,5 Grad Cel­si­us begren­zen und wol­len des­halb bis 2045 kli­ma­neu­tral sein. Die­se soge­nann­te Dekar­bo­ni­sie­rungs­stra­te­gie ist kein deut­scher Son­der­weg: Die Euro­päi­sche Uni­on hat das Ziel der Kli­ma­neu­tra­li­tät für alle Mit­glied­staa­ten auf das Jahr 2050 fest­ge­setzt. Auch die USA und Kana­da stre­ben die­ses Ziel an, eben­so Bra­si­li­en und Süd­afri­ka. Chi­na will bis 2060 kli­ma­neu­tral wer­den, Indi­en bis 2070. Welt­weit ist also völ­lig klar: Wer sei­ne Unter­neh­men erhal­ten will, wer auch in Zukunft pro­du­zie­ren und ver­kau­fen will, der muss inno­va­tiv sein und neue Tech­no­lo­gien ein­set­zen. Und wer bei die­sem Pro­zess vor­an­geht, ent­wi­ckelt einen Vor­sprung, der Wett­be­werbs­fä­hig­keit sichert.

Des­halb steht für uns die För­de­rung von tech­no­lo­gi­schen, sozia­len und nach­hal­ti­gen Inno­va­tio­nen im Zen­trum der Wirt­schafts­po­li­tik für die kom­men­de Deka­de. Sach­sen hat als Wirtschafts- und Wis­sen­schafts­stand­ort her­vor­ra­gen­de Vor­aus­set­zun­gen, um in vie­len Berei­chen eine Vor­rei­ter­rol­le ein­zu­neh­men. Die­se Ent­wick­lung kommt nicht von allein. Sie ist das Ergeb­nis einer lang­jäh­ri­gen Stra­te­gie des SPD-geführten Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums, die Wirtschafts- und Tech­no­lo­gie­för­de­rung sowie Hoch­schul­ent­wick­lung, kom­mu­na­le Mobi­li­täts­lö­sun­gen, Aus- und Wei­ter­bil­dung und Infra­struk­tur­aus­bau zu einem wirk­sa­men Gan­zen ver­knüpft.

Sili­con Sax­o­ny ist mitt­ler­wei­le der größ­te Mikroelektronik-Standort in ganz Euro­pa. Ein Drit­tel aller euro­päi­schen Chips wird hier pro­du­ziert. Zusam­men mit Hoch­schu­len und Start-ups, Soft­ware­her­stel­lern und Mate­ri­al­lie­fe­ran­ten sind die Chip­her­stel­ler Bestand­teil eines sach­sen­wei­ten Kom­pe­tenz­netz­werks für Informations- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik, das in alle Berei­che aus­strahlt. Eben­sol­che Stra­te­gien ver­fol­gen wir für die Berei­che des Maschinen- und Anla­gen­baus, der Metall­erzeu­gung und der Energie- und Umwelt­tech­nik. Wir haben beim Zukunfts­the­ma Was­ser­stoff mitt­ler­wei­le einen Vor­sprung vor vie­len ande­ren Stand­or­ten, weil wir kon­se­quent auf eine Was­ser­stoff­stra­te­gie ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te gesetzt haben.

Im Bereich der Elek­tro­mo­bi­li­tät ste­hen wir schon jetzt an der Spit­ze. Jedes vier­te Elek­tro­au­to in Euro­pa kommt aus Sach­sen. Dabei spielt Inno­va­ti­ons­kraft nicht nur mit Blick auf die Antriebs­sys­te­me eine gro­ße Rol­le. Mit hohen Forschungs- und Anwen­dungs­kom­pe­ten­zen in der Mate­ri­al­wis­sen­schaft und im Leicht­bau, bei Digi­ta­li­sie­rung und auto­no­mem Fah­ren sorgt ein Netz aus Auto­mo­bil­her­stel­lern und Zulie­fe­rern, Hoch­schu­len, außer­uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen und Dienst­leis­tern dafür, dass Sach­sen in allen Fel­dern Inno­va­tio­nen prägt und so auch in Zukunft ein star­ker Stand­ort der Auto­mo­bil­in­dus­trie bleibt. In allen Bran­chen hängt der Erfolg sol­cher Stra­te­gien auch davon ab, dass gut aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te sie umset­zen kön­nen und die dafür not­wen­di­ge moder­ne Infra­struk­tur zügig geschaf­fen und erwei­tert wird.

Die För­de­rung von Inno­va­tio­nen und Tech­no­lo­gie­wan­del ist aber weder auf gro­ße Unter­neh­men noch auf den indus­tri­el­len Bereich beschränkt. Groß­an­sied­lun­gen sind für uns vor allem ein Motor für die regio­na­le Wirt­schaft. Gro­ße Unter­neh­mens­stand­or­te und ihre Beschäf­tig­ten sind Kun­den für Mit­tel­stand und Hand­werk, für regio­na­le Dienst­leis­tun­gen und Han­del. Auch die Unter­neh­men und Anbie­ter des Mit­tel­stan­des müs­sen Schritt hal­ten mit der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung, mit der Digi­ta­li­sie­rung und dem Wech­sel zu erneu­er­ba­ren Ener­gien. Dabei feh­len ihnen oft Bud­get, Know-how oder Zeit, um den Umbau zu mana­gen.

Schon heu­te hat das SPD-geführte Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um des­halb nahe­zu alle För­der­pro­gram­me auf klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men aus­ge­rich­tet. Künf­tig wol­len wir das Inves­ti­ti­ons­pro­gramm „Regio­na­les Wachs­tum” sowie die Mit­tel aus dem Just Tran­si­ti­on Fund (JTF), dem Digi­ta­li­sie­rungs­fonds und aus der Fach­kräf­te­för­de­rung vor allem dafür nut­zen, den tech­no­lo­gi­schen Wan­del im Hand­werk sowie in klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men zu unter­stüt­zen, den Ein­satz von Auto­ma­ti­sie­rung und künst­li­cher Intel­li­genz zu ermög­li­chen und wei­te­re Real­la­bo­re für Inno­va­ti­ons­pro­jek­te auf­zu­bau­en. Die Zukunfts­platt­form für sozia­le Inno­va­tio­nen bau­en wir wei­ter aus, um sozia­le und nach­hal­ti­ge Inno­va­tio­nen zu för­dern.

Wir bau­en eine leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur für Sach­sens wirt­schaft­li­che Zukunft auf. Inno­va­tio­nen und Tech­no­lo­gie­wan­del sind nur mög­lich, wenn sie sich auf eine moder­ne und leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur stüt­zen kön­nen. Um die Digi­ta­li­sie­rung und die Dekar­bo­ni­sie­rung unse­rer Wirt­schaft meis­tern zu kön­nen, braucht Sach­sen Lei­tun­gen und Net­ze, die sowohl digi­ta­le Daten als auch erneu­er­ba­re Ener­gie­trä­ger wie Was­ser­stoff schnell und zuver­läs­sig in jeden Win­kel unse­res Lan­des füh­ren. Hier gilt: nicht kle­ckern, son­dern klot­zen! Des­halb wer­den wir in den nächs­ten zehn Jah­ren knapp zwei Mil­li­ar­den Euro Lan­des­mit­tel in den Breit­band­aus­bau inves­tie­ren, damit alle Orte und Haus­hal­te in Sach­sen mit einem Gigabit-Anschluss abge­deckt sind. Falls das Geld nicht reicht, wer­den wir zusätz­li­che Mit­tel aus dem „Sach­sen­fonds 2050” bereit­stel­len. Wir set­zen eben­so kon­se­quent auf eine flä­chen­de­cken­de 5G-Versorgung und stre­ben bei der Ent­wick­lung der nächs­ten Mobil­funk­ge­nera­ti­on 6G eine Vor­rei­ter­rol­le für Sach­sen an.

Für die künf­ti­ge Ver­sor­gung der säch­si­schen Unter­neh­men und Haus­hal­te mit erneu­er­ba­ren Ener­gien braucht es einen Ener­gie­mix von Son­ne, Wind und Was­ser über Bio­mas­se, Bio­gas und Geo­ther­mie bis hin zum grü­nen Was­ser­stoff. Fle­xi­bel ein­setz­ba­re Gas­kraft­wer­ke, die in Zukunft auch zu 100 Pro­zent mit grü­nem Was­ser­stoff betrie­ben wer­den kön­nen, sol­len dabei als Brü­cken­tech­no­lo­gie die­nen. Die Erzeu­gungs­ka­pa­zi­tä­ten für die­se erneu­er­ba­ren Ener­gien, ihre Spei­che­rung und die zuge­hö­ri­ge Infra­struk­tur wol­len wir schnellst­mög­lich auf- und aus­bau­en. Wir ste­hen zum ver­ein­bar­ten Kohle- Aus­stieg bis spä­tes­tens 2038. Ein frü­he­rer Aus­stieg ist mög­lich, wenn die Ener­gie­ver­sor­gung zu jedem Zeit­punkt sicher, ver­füg­bar und bezahl­bar bleibt sowie in den Braun­koh­le­re­vie­ren aus­rei­chend neue, gut bezahl­te Arbeits­plät­ze ent­stan­den sind. Je eher das gelingt, des­to mehr Vor­sprung gewinnt Sach­sen. Die Unter­neh­men haben sich längst auf den Weg gemacht. Sie gilt es dabei zu unter­stüt­zen.

Die Struk­tur­wan­del­ge­bie­te in der Lau­sitz und im Mit­tel­deut­schen Revier wer­den auch künf­tig Zen­tren der säch­si­schen Ener­gie­infra­struk­tur sein. Aus der Braun­koh­le­re­gi­on Lau­sitz wird der größ­te Erzeu­gungs­stand­ort erneu­er­ba­rer Ener­gien in Deutsch­land. Bis 2040 wer­den hier vier­zehn Giga­watt Strom pro­du­ziert, fast dop­pelt so viel wie heu­te mit der Braun­koh­le. Im ehe­ma­li­gen Tage­bau Witz­nitz bei Leip­zig ent­steht aktu­ell Euro­pas größ­ter Solar­park mit einer Leis­tung von 650 Mega­watt. Neben sol­chen zen­tra­len Stand­or­ten braucht unser Land vie­le dezen­tra­le Orte der Ener­gie­ge­win­nung. Des­halb wol­len wir die neu geschaf­fe­ne Pri­vi­le­gie­rung von Photovoltaik-

Frei­flä­chen­an­la­gen ent­lang von Auto­bah­nen und Schie­nen­we­gen für einen deut­li­chen Aus­bau der Kapa­zi­tä­ten nut­zen und die­se Stre­cken so als Ener­gie­bän­der gestal­ten. Säch­si­sche Kom­mu­nen und Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten wol­len wir auf ihrem Weg zur Ener­gie­aut­ar­kie unter­stüt­zen und auch die zahl­rei­chen Lan­des­lie­gen­schaf­ten zügig ener­ge­tisch moder­ni­sie­ren.

Um unse­ren aktu­el­len Vor­sprung beim The­ma Was­ser­stoff hal­ten zu kön­nen, brau­chen wir eine enge Anbin­dung an das bun­des­wei­te Was­ser­stoff­kern­netz. Wir machen uns dafür stark, dass das säch­si­sche Gebiet mit meh­re­ren Lei­tun­gen erschlos­sen wird und wich­ti­ge Indus­trie­re­gio­nen direkt ans Kern­netz ange­bun­den wer­den. Für den Aus­bau des Ver­teil­net­zes in alle säch­si­schen Regio­nen brau­chen wir eine früh­zei­ti­ge Pla­nung und eine kla­re Finan­zie­rungs­struk­tur, eben­so für die Errich­tung von Was­ser­stoff­spei­chern.

Um die Unter­neh­men und das Hand­werk bei der Trans­for­ma­ti­on zu unter­stüt­zen, wer­den wir unnö­ti­ge Büro­kra­tie abbau­en und not­wen­di­ge Ver­wal­tungs­ver­fah­ren ver­ein­fa­chen. Über ein ein­heit­li­ches För­der­por­tal wer­den wir För­der­ver­fah­ren kon­se­quent digi­tal abbil­den – von der Antrags­stel­lung bis zur Abrech­nung. Wir wol­len klug gesetz­te Baga­tell­gren­zen, Pau­scha­len für Personal- und Pla­nungs­kos­ten sowie ein ech­tes Stich­pro­ben­ver­fah­ren statt Kon­troll­wahn bis ins kleins­te Detail.

Ohne Hand­werk geht nichts beim Kli­ma­schutz. Solar­pa­nee­le müs­sen auf Dächer geschraubt, Wär­me­pum­pen instal­liert und Men­schen über die bes­te und kos­ten­güns­tigs­te Opti­on bera­ten wer­den. Wir brau­chen die Exper­ti­se des Hand­werks, um Kli­ma­schutz­maß­nah­men mach­bar und effek­tiv umzu­set­zen.

Wir wer­den das Hand­werk daher stär­ker in die Pla­nun­gen für den kli­ma­neu­tra­len Umbau Sach­sens ein­be­zie­hen.

Das Hand­werk ist das Herz­stück der säch­si­schen Wirt­schaft – und viel mehr. Das Hand­werk ist Teil unse­res kul­tu­rel­len Erbes und ent­schei­dend für die Zukunft Sach­sens. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der säch­si­schen Unter­neh­men sind klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men (KMU). Des­halb wol­len wir eine umfas­sen­de Initia­ti­ve für das Hand­werk initi­ie­ren: Wir wer­den in sämt­li­chen Poli­tik­be­rei­chen – sei es Bil­dung, Wirt­schaft, Ver­kehr, Poli­zei oder Jus­tiz – sorg­fäl­tig prü­fen, wie wir das Hand­werk unter­stüt­zen kön­nen.

Unser Ziel ist es, den Hand­werks­be­trie­ben in Sach­sen den büro­kra­ti­schen und finan­zi­el­len Auf­wand zu erleich­tern, wenn sie bei­spiels­wei­se drin­gend benö­tig­te Fach­kräf­te aus Dritt­staa­ten ein­stel­len möch­ten. Gleich­zei­tig wer­den wir sie dabei unter­stüt­zen, jun­ge Men­schen für eine Kar­rie­re im Hand­werk zu begeis­tern. Durch Praktikums- und Aus­bil­dungs­an­rei­ze sowie geför­der­te Firmen- und Aus­bil­dungs­mes­sen möch­ten wir ins­be­son­de­re klei­ne Unter­neh­men in länd­li­chen Gebie­ten dazu ermu­ti­gen, attrak­ti­ve Ken­nen­lern­mög­lich­kei­ten anzu­bie­ten.

Aber es geht hier um mehr als Arbeits- und Aus­bil­dungs­plät­ze. Hand­werk bedeu­tet Selb­stän­dig­keit. Und Hand­werk steht für Qua­li­täts­ar­beit. Der Meis­ter im Hand­werk ist ein Qua­li­täts­sie­gel. Wir wer­den daher den Meis­ter­bo­nus aus­bau­en und so all jene unter­stüt­zen, die Meis­ter wer­den wol­len. Wir wol­len damit auch die Lust an der Selbst­stän­dig­keit för­dern. Wir wer­den die über­be­trieb­li­chen Berufs­bil­dungs­stät­ten in Sach­sen wei­ter stär­ken und Hand­werks­be­trie­be bei der über­be­trieb­li­chen Lehr­un­ter­wei­sung durch antei­li­ge Über­nah­me der Lehr­gangs­kos­ten unter­stüt­zen. Wir wer­den zudem den Ein­satz von Auto­ma­ti­sie­rung, Künst­li­cher Intel­li­genz und Robo­tern für das Hand­werk und den Klein- und Mit­tel­stand beson­ders för­dern.

Lei­tun­gen, Kno­ten, Ver­teil­net­ze und Spei­cher – all das gibt es nicht zum Null­ta­rif. Der Aus­bau unse­rer Infra­struk­tur sowohl für Daten als auch für Ener­gie ist mit hohen Inves­ti­ti­ons­kos­ten ver­bun­den. Weder der Staat noch die Wirt­schaft kön­nen dies jeweils allein schul­tern. Genau wie beim bis­he­ri­gen Auf- und Aus­bau der her­kömm­li­chen Infra­struk­tur, ganz gleich ob Ver­kehrs­we­ge oder Tele­fon­net­ze, Gebäu­de oder Ver­sor­gungs­lei­tun­gen, braucht es eine gemein­sa­me Inves­ti­ti­ons­an­stren­gung, ein Mit­ein­an­der von Wirt­schaft und Staat, um die Aus­ga­ben zu schul­tern. Des­halb wol­len wir den „Sach­sen­fonds 2050“ als Son­der­ver­mö­gen ein­rich­ten und mit min­des­tens vier Mil­li­ar­den Euro aus­stat­ten. Als Instru­ment zur Umset­zung des Fonds grün­den wir eine Inves­ti­ti­ons­ge­sell­schaft. Die­se baut und trägt die drin­gend benö­tig­ten Ver­sor­gungs­net­ze. Durch die Nut­zungs­ge­büh­ren die­ser Netz­in­fra­struk­tur und aus Divi­den­den an Betei­li­gun­gen wird die Gesell­schaft und damit der Fonds eige­ne Gewin­ne machen. So kön­nen wir einen Teil der drin­gend nöti­gen Inves­ti­tio­nen refi­nan­zie­ren.

Den gro­ßen Feh­ler der Nach­wen­de­zeit wol­len wir in Sach­sen nicht noch ein­mal wie­der­ho­len: das Kür­zen zur fal­schen Zeit am fal­schen Ort aus purem Selbst­zweck. Nicht noch ein­mal soll die Poli­tik die Zei­chen der Zeit ver­ken­nen und Land und Leu­te einer Schrumpf­kur unter­zie­hen, an deren Fol­gen wir zum Teil noch heu­te in Form von Lehr­kräf­te­man­gel und über­füll­ten Schu­len, gerin­ger Poli­zei­dich­te und aus­ge­dünn­tem ÖPNV zu tra­gen haben. Dies­mal wird Sach­sen klot­zen statt kle­ckern, damit die Unter­neh­men und Hoch­schu­len, die Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en die Chan­cen des Wan­dels nut­zen kön­nen. Wir gestal­ten den Wan­del, mach­bar und gerecht. Dafür müs­sen wir jetzt ins Machen kom­men, mit Zuver­sicht, Taten­drang und vor allem Inves­ti­tio­nen. Denn wir kön­nen das, hier in Sach­sen!